
Gestern war letztes Mal Waschsalon für dieses Jahr bei Captain Flingern. Thema diesmal: from comics to comics, Schwerpunkt Band #9 des lokalen Comic-Kollektivs Herrensahne. Da durfte ich natürlich nicht fehlen. Das Wetter spielte nur leidlich mit und wollte wohl das Ende der Captain’schen Sommersaison mit leichtem Nieselregen unterstreichen. Wenigstens war es noch warm genug, um mit einem Bier in der Hand vor dem Salon rumzustehen und nickenden Kopfes mit guter Musik im Ohr Leute zu gucken. Das Büdchen nebenan hat wieder den gesamt Monatsumsatz an einem einzigen Abend eingefahren. Im Waschsalon gibt es natürlich keinen Ausschank, allerdings gilt das auch für Büdchen im Allgemeinen, weshalb die Flaschen nicht direkt geöffnet ausgegeben wurden durften. Zu schwul um eine Bierflasche mit Feuerzeug oder anderem Krams aufzuhebeln, war ich dankbar, dass die Jungs und Mädels auf der Strasse besser equipped waren. Danke nochmal, ich wäre wahrscheinlich verdurstet.
Heute dann im Netz über dieses etwas verwirrend zu lesende, interaktive Comic Meanwhile gestolpert. Verwirrend, weil es mit den Normen bricht, wie man ein Comic (intuitiv) liest. Also immer schön den Pfeilen folgen und nicht der Versuchung verfallen, es von oben nach unten zu lesen. Und die Anleitung sollte man nicht nur flüchtig überfliegen, sonst rafft man die Funktion der Reiter erst nach einigem hin- und hergeblättere. Gute Idee,
Mr. Shiga.
Daraufhin wieder an den gestrigen Abend zurückgedacht, ein wenig bei Herrensahne rumgeklickert und unter den Links den vielversprechenden Namen Terrorjesus erspäht. Siehe da, der zweite interaktive Comic des Tages. Wenn das mal nicht ein Wink mit dem Zaunpfahl war. Wesentlich stringenter zu lesen als Meanwhile, trotzdem hübsch verschachtelt und sehr schön gezeichnet. Ich bin jetzt mal gespannt auf das Heftcomic. Die Webversion macht Lust auf mehr und ich bin gespannt, wie das ganze sequentiell auf Papier funktioniert.