Mittwochs haben wir ein kleines Ritual. Dann treffen wir uns zum allwöchentlichen Serienabend, kochen eine Kleinigkeit und arbeiten all das ab, was im Laufe der Woche an guten Serien aufgelaufen ist. Vor ein paar Wochen wurden wir allerdings stattdessen von unserem Lieblings-Serienmitgucker nach Düsseldorf-Oberkassel ins Cinestar zur Sneak Preview mitgeschliffen. Sneaks gibt es ja mittlerweile wie Sand am Meer, allerdings laufen hier ausschließlich Filme im englischen Orginal. Auch Werbung ist auf den obligatorischen Eiscreme-Spot beschränkt, der nach einem Haufen englischer Filmtrailer ganz am Ende gezeigt wird. Ganz nach meinem Geschmack. Also die wenige Werbung, nicht das Eis.
Und die Auswahl der Filme war bisher ebenfalls bestechend. Beim letzten Mal lief Keeping Mum, den wir uns normalerweise nie im Kino angesehen hätten. Rowan Atkinson! Patrick Swayze!! Hallo?! Neverever, my dear. Und der deutsche Filmtitel Mord im Pfarrhaus ist auch eher abschreckend. Und was hätten wir verpasst, denn der Film entpuppte sich als wunderbares, typisch britisches, schwarzhumoriges Kleinod mit einer grandiosen Maggie Smiths, die man einfach einmal bügeleisenschwingend erlebt haben muss. Auch Herr Atkinson war erstaunlich unnervig und liebenswert. Und Mr. Swayze spielte ein solch schleimiges Ekelpaket, dass es eine reine Freude war.
Gestern wurden wir serienmäßig kurzfristig versetzt und so schlug die Missus einen erneuten Sneak-Kinobesuch vor. Nach lecker Thai-Curry im Sawatdy, was im Grunde genommen nur ein usseliger Imbiss auf der Bilker Allee ist (wer allerdings auf’s Prickynoo steht, sollte hier unbedingt mal vorbeischauen - premium food), ging es direkt ins Kino, Vorhang fällt und es kam, was kommen musste, denn das Glück ist mit die Doofen: Ice Age 2. Und was soll ich sagen: war super. Gefiel mir sogar viel besser als der erste Teil. Allein was die arme Eichhörnchenratte gleich zu Anfang über sich ergehen lassen muss, hat schon echte Happy Tree Friends Qualitäten und hat mir Tränen in die Augen getrieben (Trailer de/en).
Und die Opossums, die ich erst sehr nervig fand, entpuppten sich im Laufe der Story als richtige Knaller. Allerdings waren ihre großartigsten Augenblicke Momente der Stille. Wenn ihr den Film seht, werdet ihr wissen, was ich meine. So richtige kleine, fiese Rocker. Und ich musste ständig an unseren Kater denken.